Der Begriff Conjoint setzt sich aus „Considered jointly“ zusammen, was „ganzheitlich betrachtet“ bedeutet. Bei der Conjoint-Analyse handelt es sich um ein dekompositionelles Verfahren, mit dem Bedeutungsgewichte einzelner Merkmale aus globalen Präferenzurteilen ermittelt werden. Die Conjoint-Analyse ist ein ursprünglich von Psychologen entwickeltes methodisches Werkzeug. Inzwischen führen fast alle Marktforschungsinstitute auch Conjoint-Analysen durch. Besonders verbreitet sind Online Conjoint-Analysen, da dieses komplexe Verfahren in einer computergestützten Befragung wesentlich einfacher umsetzbar ist. Die bedeutendsten Einsatzfelder für Conjoint-Analysen in der Marktforschung sind die Bereiche Produktforschung (z.B. Neu-Produktentwicklung, Produkt-Evolution, Sortimentsplanung), (nutzen-basierte) Markt-Segmentierung und Preisplanung.
Zielsetzung der Conjoint-Analyse:
Untersuchung eines funktionalen Zusammenhangs zwischen einem ordinalen (oder quantitativen) Merkmal (z.B. Gesamtnutzen/ Attraktivität eines Kraftfahrzeugs) und meistens mehreren nominalen Merkmalen (z.B. Hersteller, Motorisierung, verschiedene Ausstattungsmerkmale). Durch die Conjoint-Analyse soll ermittelt werden, welchen Beitrag (Teilnutzen) die einzelnen Merkmale bzw. Merkmalsausprägungen zum Gesamtnutzen leisten. Daher auch die Bezeichnung „dekompositionelles Verfahren“, denn der Gesamtnutzen (wird erfragt/ erhoben) wird bei der Conjoint-Analyse in einzelne Teilnutzenwerte (werden ermittelt/ berechnet) zerlegt. Die Teilnutzenwerte werden daher bei der Conjoint-Analyse indirekt gemessen.








