Marktforschung-Online.eu

Informationen zu Markforschung und Datenanalyse

  • Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
 

Suchen

Vor- und Nachteile von Online-Befragungen

E-Mail Drucken PDF

Online-Befragungen weisen einige Vor-und Nachteile gegenüber anderen Befragungsformen auf. Online-Befragungen haben den Vorteil, dass Sie im Vergleich zu schriftlichen oder telefonischen Befragungen sehr preiswert sind und die Möglichkeit besteht, multimediale Komponenten (z.B. Videos, Bilder, Musik) einfach einzubauen. Besonders häufig kritisiert wird, dass eine Online-Befragung nur computeraffine Probanden erreicht und eine Online-Erhebung nicht repräsentativ sein kann. Dieses Argument ist heutzutage wegen der weiten Verbreitung des Internets jedoch nicht mehr ohne Weiteres haltbar. Zudem liegt das Ziel einiger Studien ohnehin nicht darin repräsentative Daten, sondern vielmehr relevante Daten zu gewinnen.

Die wichtigsten Vorteile von Online-Befragungen:

  1. Die Befragung ist kostengünstig und unkompliziert: Der Prozess der Versendung von Fragebögen per Post, (Porto, Umschläge, etc.), die Sammlung von Antworten durch Interviewer, der Personalaufwand von Telefonbefragungen und ähnliche Kostentreiber fallen weg.
  2. Günstige Datenerfassung: Da die erhobenen Daten schon digitalisiert gespeichert sind, entfällt der aufwendige Prozess der Datencodierung, wie er z.B. bei schriftlichen Befragungen auftritt.
  3. Kurze Antwortzeiten und einfache Erreichbarkeit: Die Befragungsteilnehmer können einfach und kostengünstig per E-Mail eingeladen werden. Einfache Erinnerungen (Reminder) per E-Mail sind ebenfalls möglich. Zudem weisen Onlinebefragungen kürzere Antwortzeiten auf. Hierdurch weisen Online-Befragungen tendenziell kürzere Feldzeiten auf.
  4. Große Stichproben möglich: Große Stichproben lassen sich kostengünstig und einfach befragen. Die Größe der Stichprobe beeinflusst die Gesamtkosten tendenziell kaum, da sich die Einladung zur Befragung auf eine E-Mail beschränken lässt. Sofern ausreichend E-Mail-Adressen vorliegen, kann man problemlos sehr viele Personen zu der Online-Befragung einladen.
  5. Hohe Durchführungsobjektivität: Der Befragte kann komplett selbstständig entscheiden, wann, wo und ob er den Fragebogen bearbeitet. Während bei z.B. bei telefonischen Befragungen oder persönlichen Interviews die durchführende Person einen Einfluss auf das Antwortverhalten haben kann, tritt dieses Problem bei Online-Befragungen nicht auf.
  6. Hohe Flexibilität bei Befragungsablauf: Die Befragung lässt sich einfach und kostengünstig steuern. Durch die Setzung von Bedingungen kann das Auftauchen von speziellen Fragen z.B. vom vorherigen Antwortverhalten abhängig gemacht werden.
  7. Multimedialität: Da die Personen die Befragung am Computer bearbeiten, ist es problemlos möglich alle modernen Möglichkeiten der multimedialen Darstellung, wie z.B. die Einbindung von Bildern, Musik oder Videos zu nutzen.
  8. Günstige und qualitativ hochwertige Datenerfassung: Da die Daten schon digitalisiert aufgenommen werden, entfällt der Prozess der Datencodierung - mit seinen Kosten und negativen Einflüssen auf die Datenqualität z.B. durch Übertragungsfehler.
  9. Höhere Akzeptanz: Zum einen ist das Handling bei Online-Befragungen sehr einfach und zudem wird eine hohe wahrgenommene Anonymität erzeugt. Dies wirkt sich positiv auf die Akzeptanz aus. Zusätzlich lassen sich Anreizsysteme, wie z.B. Verlosungen technisch einfach umsetzen.
  10. 100%tige Anonymität möglich: Im Gegensatz zu telefonischen und schriftliche Befragungen kann die Erhebung, wenn gewünscht oder erforderlich, schon bei der Erfassung komplett anonym erfolgen.
  11. Höhere Antwortquoten: Online-Befragungen weisen generell höhere Antwortquoten auf, als z.B. schriftliche Befragungen.
  12. Einfache Vorabselektion möglich: Durch die Versendung von Tokens an ausgewählte Personen kann problemlos sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Personen auf die Befragung aufmerksam werden und den Fragebogen bearbeiten können (z.B. bei Mitarbeiterbefragungen, Befragungen spezieller Kunden).

Die wichtigsten Nachteile von Online-Befragungen:

  1. Die befragten Personen müssen sich mit Computern auskennen und Zugang zum Internet haben.
  2. Die Erhebungssituation ist nicht kontrollierbar. Kaum Kontrolle über die Befragten (ähnlich wie bei schriftlichen Befragungen per Post).
  3. Ausführliche Erläuterungen zu komplizierten Fragen und spontanes Nachfragen durch den Interviewer, wie z.B. beim persönlichen Interview oder einer telefonischen Befragung sind nicht möglich.
  4. Unverlangte E-Mails können den Probanden verärgern.
  5. Es muss sichergestellt werden, dass die Befragten an der Umfrage nicht mehrfach teilnehmen können.
  6. Problem der starken Selbstselektion bei offenen Befragungen auf Websites.
Weiterführende Literatur zu Online-Befragungen:

You are here: Start