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Stichproben in der Marktforschung

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Wesentliche Stichprobenverfahren und Grundsätzliches zu Stichproben in der Markt- und Meinungsforschung.

Als Stichprobe bezeichnet man die Teilmenge einer Grundgesamtheit, welche in die Untersuchung aufgenommen wird.  Als Auswahlsatz bezeichnet man den prozentualen Anteil der Grundgesamtheit, der in der Stichprobe erhoben wird. Bei einem Auswahlsatz von 100% spricht man von einer Vollerhebung. Bei den Auswahlverfahren kann man im Wesentlichen zwischen zufallsorientierten und bewussten Verfahren unterscheiden.

Mögliche Zielsetzungen bei der Generierung von Stichproben:

  1. Repräsentativität: Die Ergebnisse sollen die Grundgesamtheit widerspiegeln
  2. Relevanz (evtl. statt Repräsentativität): Die Ergebnisse sollen relevant für die Untersuchungsziele sein

Wichtige Stichproben-Auswahlverfahren, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen:

Zufallsorientierte Verfahren

  1. Einfache Zufallsauswahl: Jedes Element kommt mit gleicher Wahrscheinlichkeit in die Stichprobe (z.B. das Random-Last-Digit-Verfahren bei Telefonumfragen).
  2. Geschichtete Auswahl: Die Grundgesamtheit wird in Schichten mit homogenen Elementen unterteilt. Zufallsstichproben aus allen Schichten.
  3. Flächenauswahl: Aufteilung der Grundgesamtheit in kleine Flächen mit mehrstufigem Auswahlprozess (z.B. Grundgesamtheit: Stadt -> Auswahl der Stadtteile -> Auswahl der Einzelpersonen).
  4. Klumpenauswahl: Mehrstufiges Verfahren, bei dem die Grundgesamtheit in "Klumpen", wie z.B. bestimmte Straßen zerlegt wird. Eine Zufallsauswahl dieser Klumpen wird dann voll erfasst.

Bewusste Auswahlverfahren

  1. Typische Auswahl: Bewusste Auswahl von Personen, welche man für repräsentativ hält.
  2. Willkürliche Auswahl: Willkürliche Befragung irgendwelcher Personen.
  3. Konzentrationsauswahl: Auswahl von Elementen, denen eine besondere Bedeutung zukommt, z.B. nur die Großbetriebe eines Industriesektors.
  4. Quotenauswahl: Bei bestimmten Merkmalen, wie z.B. Alter und Geschlecht werden Quoten vorgegeben, welche erfüllt werden müssen. Besonders verbreitet sind Quoten-Stichproben in der Online-Marktforschung mit Online-Panels.

Die verschiedenen Stichprobenverfahren weisen spezifische Vor- und Nachteile auf. Besonders günstige Stichproben können beispielsweise häufig mit Online-Befragungen in Online-Access-Panels generiert werden. Welches Stichprobenverfahren infrage kommt, wird im Wesentlichen durch die Untersuchungsziele und die Struktur der Grundgesamtheit bestimmt.

Zur Bestimmung des notwendigen Auswahlsatzes stehen wissenschaftliche Verfahren zu Verfügung. Dieser wird im Wesentlichen durch die in Kauf genommene Irrtumswahrscheinlichkeit bestimmt.

Typische Stichprobenfehler:

  • Die Stichprobe ist vom Umfang zu klein (mangelnde Repräsentativität) oder zu groß (zu hohe Kosten).
  • Die Stichprobe spiegelt die Grundgesamtheit nicht wieder.
  • Durch Ausfälle (z.B. Verweigerer) geht die Repräsentativität verloren.
  • Bei Quotenauswahl: Die Stichprobe ist nicht repräsentativ, weil die Merkmale, die für die Quotierung ausgewählt wurden, nicht alle wesentlichen Einfluß-Variablen abdecken.
Weiterführende Literatur zu Stichproben:

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